Windkraft-Ausschreibung Mai 2026: Zuschlagswerte sinken weiter – bisheriger Höchstwert wird zur neuen Untergrenze
Die Bundesnetzagentur hat am 25. Juni 2026 die Ergebnisse der Ausschreibungsrunde für Windenergie an Land (Gebotstermin 1. Mai 2026) veröffentlicht. Die Zahlen senden ein deutliches Signal an den Markt: Der Wettbewerb um Förderung wird intensiver, die Zuschlagswerte fallen weiter.
Besonders auffällig ist dabei eine Entwicklung, die den Preisdruck in der Branche klar widerspiegelt: Der niedrigste bezuschlagte Gebotswert liegt bei lediglich 4,44 ct/kWh – ein Wert, der in früheren Runden noch als unerreichbares Minimum galt. Zum Vergleich: Der Höchstwert der letzten Ausschreibungsrunde entsprach in etwa dem heutigen Mindestwert. Die Zuschläge fallen also nicht nur vereinzelt, sondern über das gesamte Preisspektrum hinweg.
Der höchste bezuschlagte Gebotswert dieser Runde beträgt 5,19 ct/kWh, der mengengewichtete Durchschnitt liegt bei 5,06 ct/kWh. Insgesamt wurden 270 Gebote mit einem Gesamtvolumen von rund 2.499 MW bezuschlagt – und damit das ausgeschriebene Volumen von 2.494 MW leicht übertroffen.
Für Projektierer und Investoren bedeutet dies: Der Markt bleibt kompetitiv. Wer in künftigen Runden einen Zuschlag erzielen will, muss Projekte mit schlanken Kostenstrukturen aufstellen. Die nächsten Gebotstermine im Rahmen des Jahresvolumens von 10.000 MW für 2026 werden zeigen, ob sich dieser Trend weiter fortsetzt.